Asien

Zum achten Mal seit Jahresbeginn: Pjöngjang testet erneut Raketen und Drohnen

Die Situation auf der Koreanischen Halbinsel bleibt angespannt: Die DVRK hat am Dienstag mehrere Flugkörper in Richtung Gelbes Meer abgefeuert. Experten werten das als politisches Signal im Vorfeld eines möglichen Besuchs des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Pjöngjang.
Zum achten Mal seit Jahresbeginn: Pjöngjang testet erneut Raketen und DrohnenQuelle: Legion-media.ru © EyePress News

Die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) feuerte am Dienstag mehrere Flugkörper in Richtung Gelbes Meer ab. Die Starts wurden vom südkoreanischen Generalstab registriert. Nach Angaben der Militärbehörde in Seoul handelte es sich um einen ungewöhnlichen Mix verschiedener Flugkörper.

Unter Berufung auf einen Militärsprecher teilte die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap mit, das nordkoreanische Militär habe mindestens eine ballistische Kurzstreckenrakete, mehrere Kamikaze-Drohnen und ein unbekanntes Flugobjekt lanciert. Die Flugkörper seien im Umkreis der Stadt Chŏngju etwa 90 Kilometer Luftlinie nordwestlich von Pjöngjang gestartet worden. Während ihres Fluges von der Westküste des Landes bis zum Einschlag im Gelben Meer hätten die Raketen rund 80 Kilometer zurückgelegt.

Seoul reagierte mit erhöhter Alarmbereitschaft und verstärkte die Überwachung möglicher weiterer Tests. Der südkoreanische Generalstab erklärte zudem, das Land führe jetzt eine sorgfältige Untersuchung durch und tausche die wichtigsten Informationen mit den USA und Japan ständig aus.

Es war schon der achte bekannte Raketentest, den die DVRK in diesem Jahr durchführte. Zuletzt hatte das Land eigenen Angaben zufolge Ende April mehrere Kurzstreckenraketen in Richtung Japanisches Meer abgefeuert. Damals erklärten die örtlichen Medien, dabei seien auch Streubomben getestet worden.

Die jüngsten Tests erfolgten vor dem Hintergrund wachsender Spekulationen über einen möglichen Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in der DVRK in den kommenden Wochen. Offiziell wurde der Staatsbesuch aber bislang nicht bestätigt.

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