Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Militärkommissare verschleppen Bauarbeiter in Odessa

4.08.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Ex-Armeechef Saluschny: Ukraine wird niemals Mitglied der NATO werden

Waleri Saluschny, der ukrainische Botschafter in Großbritannien und ehemaliger Oberbefehlshaber der ukrainischen ArmeeWiktor Szymanowicz/Future Publishing via Getty Images Der Ex-Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee Waleri Saluschny schließt die NATO-Mitgliedschaft der Ukraine aus. Grund dafür sei der Entwicklungsstand der ukrainischen Streitkräfte. Russland lehnt den Beitritt der Ukraine zum Militärblock entschieden ab.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.21:55 Uhr
Belgorod: Zivilist bei ukrainischem Drohnenangriff auf Lastwagen verletzt
Bei einem Drohnenangriff der Ukraine auf einen Lastwagen im Ort Borissowka im Gebiet Belgorod ist ein Mann verletzt worden. Dies teilt der operative Stab des Gebiets mit. Der Mann begab sich selbstständig in das Zentrale Krankenhaus, wo Splitterverletzungen an Schulter und Beinen bei ihm festgestellt wurden. Das Fahrzeug wurde beschädigt.
21:40 Uhr
Selenskij erlaubt Ex-Häftlingen Wechsel zu Mobilisierungsbeamten
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat ein Gesetz unterzeichnet, das ehemaligen Häftlingen im Dienst der ukrainischen Streitkräfte den Wechsel zu territorialen Rekrutierungszentren (TZK) ermöglicht. Dies geht aus einer Mitteilung auf der Website der Werchowna Rada hervor.
Das Gesetz erweitert die sozialen und rechtlichen Garantien für ehemalige Gefangene, die zur Ableistung des Militärdienstes aus der Haft entlassen wurden. Es sieht unter anderem Urlaubsanspruch, die Möglichkeit eines Wechsels in andere Einheiten sowie zusätzliche Gründe für eine Entlassung vor.
Nach einem Jahr Dienst können ehemalige Häftlinge demnach in andere Einheiten versetzt werden. Nach einer Krankheit, Verwundung, Verletzung oder Gehirnerschütterung erhalten sie unabhängig von ihrer bisherigen Dienstzeit zudem das Recht, in TZK oder Versorgungseinheiten zu wechseln.
21:35 Uhr
Geht Selenskij das Personal aus – und warum will niemand mehr mitmachen? (VIDEO)

Ein ehemaliger ukrainischer Diplomat spricht Klartext über die jüngsten Umbesetzungen in Kiew. Eine Welle der Entlassungen und Neubesetzungen folgt der nächsten. Was hinter dem Stuhlspiel steckt und warum loyale Gesichter plötzlich in ungewohnten Rollen landen.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
21:31 Uhr
Russische Luftabwehr schießt 304 ukrainische Drohnen ab
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums hat die russische Luftabwehr innerhalb von zwölf Stunden 304 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Laut diesen Angaben wurden die Drohnen über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Orjol und Tula, über dem Gebiet Moskau sowie über dem Schwarzen Meer abgeschossen.
21:22 Uhr
Medien: Unter neuen Ukraine-Flüchtlingen in Tschechien überwiegen Männer
Die Zahl der Männer im erwerbsfähigen Alter unter den neu ankommenden ukrainischen Flüchtlingen in Tschechien nimmt zu. Dies berichtet das tschechische Nachrichtenportal Novinky.
"Während in den ersten Jahren nach Beginn des Ukraine-Konflikts unter den aus der Ukraine nach Tschechien eingereisten Flüchtlingen Frauen, Kinder und ältere Menschen überwogen, nimmt in letzter Zeit die Zahl der ankommenden Männer zu. Im Jahr 2025 waren es etwa 20.000 mehr als Frauen, obwohl der Frauenanteil unter den ukrainischen Flüchtlingen 2024 noch bei 56,3 Prozent lag."
Als einen Grund nennt Novinky die seit Herbst 2025 geltende Ausreiseerlaubnis für junge Männer im Alter von 18 bis 22 Jahren, die nicht der Mobilisierung unterliegen. Wehrpflichtig sind in der Ukraine Männer ab 25 Jahren.
Derzeit haben rund 380.000 ukrainische Flüchtlinge in Tschechien einen Status des vorübergehenden Schutzes. Nach Angaben der EU hat Tschechien gemessen an der eigenen Bevölkerungszahl die meisten ukrainischen Flüchtlinge unter den EU-Staaten aufgenommen.
Laut dem Arbeitsministerium haben seit Februar 2022 rund 150.000 eingereiste Ukrainer in Tschechien eine feste Arbeit gefunden, vor allem im Baugewerbe und im Dienstleistungssektor. In beiden Bereichen herrscht laut Ministerium ein akuter Arbeitskräftemangel.
21:11 Uhr
Medien: Militärkommissare verschleppen Bauarbeiter in Odessa
Mitarbeitern des ukrainischen Militärersatzamtes (TZK) wird vorgeworfen, in Odessa das Gelände eines Wohnkomplexes betreten und Arbeiter einer Baufirma entführt zu haben. Dies berichtet das ukrainische Nachrichtenportal Strana.ua. In einem vom Portal veröffentlichten Video ist zu sehen, wie mehr als zehn Männer mit Sturmhauben das Gelände betreten und Menschen in orangefarbenen Westen hinterherlaufen.
21:01 Uhr
Ukraine: Verluste im Agrarsektor könnten drei Milliarden Dollar erreichen
Die direkten Verluste des ukrainischen Agrarsektors aufgrund von Problemen mit den Schwarzmeerhäfen könnten sich in diesem Jahr auf bis zu drei Milliarden US-Dollar belaufen. Dies erklärt der ukrainische Vizeagrarminister Taras Wyssozki der Nachrichtenagentur Reuters:
"Die direkten Verluste für den ukrainischen Landwirtschaftssektor könnten in diesem Jahr zwischen 1,5 und drei Milliarden Dollar betragen."
Laut dem Minister könnten alternative Exportwege für Getreide aus der Ukraine nur die Hälfte der bislang über die Schwarzmeerhäfen abgewickelten Mengen abdecken. Zu den Ersatzrouten zählen Transporte über die Donau sowie per Bahn und Lkw. Dabei sei der Schienenverkehr die wichtigste Alternative.
Die notwendigen Kapazitäten der alternativen Routen würden laut Wyssozki frühestens Ende August erreicht. Gleichzeitig würden die Transportkosten für die Produzenten um 45 bis 50 US-Dollar pro Tonne steigen. Die ukrainischen Erzeuger spüren die Folgen der Probleme mit der Seelogistik bereits: Die Preise für Ölsaaten und Getreide sind im Durchschnitt um 30 Prozent gefallen.
20:55 Uhr
"Das ist mein Papa!" – Vater vor den Augen seiner Tochter in Kiew zwangsrekrutiert

Ein am Sonntag veröffentlichtes Video zeigt, wie ein Mann in Kiew auf offener Straße vor den Augen seiner kleinen Tochter zwangsrekrutiert wird. Das Mädchen schreit mehrfach nach ihrem Vater, während er in ein Polizeiauto gezerrt wird.
"Das ist mein Papa!", hört man das kleine Kind unmissverständlich rufen.
Das Video ist eines von zahlreichen aktuellen Beispielen aus den ukrainischen sozialen Medien, die zeigen, wie Männer am helllichten Tag auf offener Straße von der Polizei oder Mitarbeitern der territorialen Rekrutierungszentren gegen ihren Willen mobilisiert werden.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


