Wirtschaft

Elon Musk lacht sich eins: US-Börsenaufsicht einigt sich auf Mini-Strafe

Elon Musk einigt sich mit der US-Börsenaufsicht auf einen Vergleich im Streit um verspätete Aktienmeldungen bei Twitter. Er zahlt 1,5 Millionen Dollar ohne Schuldeingeständnis. Eine Rückzahlung angeblicher Gewinne entfällt.
Elon Musk lacht sich eins: US-Börsenaufsicht einigt sich auf Mini-StrafeQuelle: Gettyimages.ru © Chesnot

Elon Musk hat sich mit der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) auf einen Vergleich geeinigt und zahlt 1,5 Millionen Dollar zur Beilegung des Rechtsstreits um den Aufbau seiner Beteiligung an Twitter, das heute unter dem Namen X firmiert, im Jahr 2022. Die Zahlung erfolgt aus einem widerruflichen Trust. Ein Schuldeingeständnis ist damit indes nicht verbunden.

Die Einigung steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch ein Gericht. Die SEC hatte Musk im Januar 2025 verklagt, weil er die vorgeschriebene Meldung nach Überschreiten der 5-Prozent-Schwelle verspätet eingereicht haben soll.

Im Zentrum des Falls steht der Zeitraum März/April 2022. Musk überschritt am 14. März die meldepflichtige Beteiligungsschwelle, reichte die entsprechende Schedule-13D-Meldung jedoch erst am 4. April ein.

In diesen elf Tagen baute er seine Beteiligung weiter aus. Nach Auffassung der SEC verschaffte ihm die Verzögerung einen finanziellen Vorteil von rund 150 Millionen Dollar. Nach Veröffentlichung seiner Beteiligung reagierte der Markt umgehend, der Aktienkurs stieg um etwa 27 Prozent.

Musk wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete die verspätete Meldung als unbeabsichtigt. Zugleich warf er der Aufsichtsbehörde vor, ihn selektiv ins Visier zu nehmen. Ein Antrag auf Abweisung der Klage war zuvor gescheitert, womit der Weg für einen Vergleich geebnet wurde.

Die nun vereinbarte Zahlung in Höhe von 1,5 Millionen Dollar entspricht nach Angaben der SEC einer der höchsten Sanktionen in Fällen verspäteter 13D-Meldungen. Eine Rückzahlung der mutmaßlich erzielten Gewinne ist indes nicht Teil der Einigung. Ebenso bleibt es bei der üblichen Klausel, dass kein Schuldeingeständnis erfolgt.

Der Vergleich beendet einen langjährigen Rechtsstreit, der im Zusammenhang mit Elon Musks späterer Übernahme von Twitter für 44 Milliarden Dollar stand. Eine öffentliche Stellungnahme von Musk liegt bislang nicht vor. Sein Anwalt Alex Spiro erklärte lediglich, die Angelegenheit sei damit abgeschlossen.

An den Finanzmärkten blieb die Reaktion verhalten. Weder bei der Aktie von Tesla noch bei anderen Musk-Unternehmen waren unmittelbare Ausschläge zu beobachten. Branchenkenner werten die Einigung vor allem als pragmatischen Schritt, um ein langwieriges und potenziell belastendes Verfahren zu vermeiden.

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